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ver.di weitet Warnstreiks in der Versicherungsbranche aus

Gewerkschaft ruft zu bundesweiten Warnstreiks auf

Berlin. 24. Mai 2011. (red). Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat für diese Woche Beschäftigte in der Versicherungsbranche bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen. Der Auftakt der Aktionen erfolgte bereits am vergangenen Freitag in Stuttgart. Am Dienstag, dem 24. Mai, werden Versicherungsbeschäftigte in Düsseldorf in den Warnstreik treten.

"Die Arbeitgeber haben in den vergangenen zwei Verhandlungsrunden kein Gehaltsangebot vorgelegt", kritisiert ver.di-Verhandlungsführerin Beate Mensch. "Stattdessen wollen sie manteltarifliche Verschlechterungen. Damit provozieren sie die Beschäftigten, die die Gewinne der Branche erwirtschaftet haben, ihre berechtigten Forderungen auf die Straße zu tragen."

Die Gewerkschafterin forderte den Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen (AGV) erneut auf, seine Blockadehaltung aufzugeben, Abstand von Verschlechterungen im Manteltarif zu nehmen und in der dritten Verhandlungsrunde endlich ein Gehaltsangebot auf den Tisch zu legen. Es würde den Arbeitgebern gut stehen, sich hinter die Beschäftigten zu stellen und deren Verdienste zu honorieren, betonte Beate Mensch.

Die Warnstreiks würden bis zur dritten Verhandlungsrunde, die am 31. Mai in Köln stattfindet, fortgesetzt. Arbeitsniederlegungen und Aktionen finden neben Nordrhein-Westfalen und Hamburg in dieser Woche auch in Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Niedersachsen sowie erneut in Baden-Württemberg statt.

ver.di fordert für die rund 175.000 Versicherungsangestellten im Innendienst eine Anhebung der Gehälter um sechs Prozent, mindestens aber 150 Euro monatlich. Desweiteren sollen die Vergütungen der Auszubildenden um sechs Prozent angehoben werden. Außerdem sollen Beschäftigungssicherung und Maßnahmen zum Gesundheitsschutz erreicht werden.


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