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Wird in Berlin die
“echte Demokratie” jetzt demontiert ?
Polizei in Berlin will kreative Demokratie-Projekte und Camps auf dem
Alexanderplatz räumen – Welle der direkten Demokratie-Bewegung aus
Spanien droht in Berlin das Aus – aCAMPada Berlin fordert: “Mehr Rechte
für alle Menschen” – Dr. Christian Wulff: “Am Ende ist die Freiheit
unbesiegbar. Keine Mauer widersteht dauerhaft dem Willen zur Freiheit”
Berlin / Frankfurt am Main. 23. August 2011. Vor wenigen Stunden, es
sind knapp 30 Stunden vergangen, wurde noch freudig von den
Demokratie-Bewegungen “Echte Demokratie Jetzt !” und aCAMPada Berlin
verkündet, dass die ersten Demokratie-Camps, das meint Zelte und
Info-Stände für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte,
auf dem Alexanderplatz in Berlin entstanden sind. Mehrere Gruppen
riefen die Menschen dazu auf, mit Zelten nach Berlin zu reisen und in
Versammlungen über direkte Basis-Demokratie und zu Themen für eine
“Echte Demokratie Jetzt” in Deutschland zu diskutieren. Doch nach dem
Willen der Polizei und Sicherheitsbehörden in Berlin soll damit jetzt
schon, wieder ganz zu Beginn der jungen Entwicklung für direkte
Demokratie, Schluß sein. Die Polizei habe die Demontage der Zelte für
Demokratie gefordert und schlafen dürfe auf dem Alexanderplatz in
Berlin auch keiner der Demonstrations-Teilnehmer und Teilnehmerinnen,
wird in den Micro-Nachrichten-Diensten Twitter und im Social-Media
Dienst Facebook gemeldet.
Die Aktivisten und Aktivistinnen gehören der Bewegung aCAMPada Berlin
an und werden von Menschen in Solidarität unterstützt. Die
Grundforderungen der Bürgerrechte- und Demokratie-Bewegungen lauten,
ähnlich den Vorbildern in Spanien, Griechenland und in Island: “Mehr
Rechte für alle Menschen.” Zwischen 50 und 100 Menschen hätten
zeitweise Tag und Nacht an den kreativen Projekten mit Treffen und
Versammlungen für Demokratie und Menschenrechte, mitten im Herzen der
Bundeshauptstadt teilgenommen, berichten Teilnehmer-Gruppen des
direkten Demokratie-Projektes. Mehrere Dutzend Menschen bauten
friedlich Zelte und Stände auf dem Alexander-Platz in Berlin auf und
wollen dort ebenso friedlich für den guten Zweck campen. Die
politischen Forderungen, Ziele und Projekte sind noch nicht präzise im
Einzel-Detail in der Öffentlichkeit auf dem Alexanderplatz dargestellt.
Das Projekt für “Echte Demokratie Jetzt” ist noch im Aufbau und in der
Entwicklungsphase in Berlin und in Deutschland.
Das Globalisierung-kritische Netzwerk Attac versucht die Aktivisten
jetzt aktiv zu untersützen und fordert die Behörden in Berlin dazu auf,
die friedliche Versammlung und das Protestcamp mit dem Motto “Echte
Demokratie jetzt ! Empört Euch” auf dem Alexanderplatz in der
Hauptstadt von Deutschland zuzulassen. “Wir fordern die Behörden auf,
die Versammlung und das Protestcamp auf dem Alex nicht weiter zu
behindern und die Schikanen einzustellen. Wir brauchen nicht weniger,
sondern mehr Menschen, die sich politisch einmischen”, sagte Stephan
Lindner vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis. Was in Spanien und
Griechenland möglich sei, müsse auch in Deutschland möglich sein.
Demokratie müsse gelebt werden können, teilte das das Attac-Netzwerk in
einer Presseerkärung mit.
Eigenen Angaben zufolge, wollten die Aktivisten auf dem weltberühmten
Alexander-Platz in Berlin ein Camp nach dem Vorbild der “Empörten” auf
der Puerta del Sol in Madrid errichten. Allen Bürgern sollte ein
offenes Gesprächs-Forum über “echte Demokratie und Alternativen zum
gegenwärtigen System in Deutschland geboten werden.” Die Themen und
Projekte passen gut zur deutschen Bundeshauptstadt und vor allem zur
Zeit, in der in der vergangenen Woche der Opfer des totalitären
SED-Systems und den Opfern der Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland
in zahlreichen Gedenk-Veranstaltungen erinnert wurde.
Doch nur einen Tag, nach dem die Aktivisten, die Entstehung der ersten
Zelte, Info-Stände und Camps auf dem Alexanderplatz meldeten und feiern
konnten, musste, so wollte es die Polizei in Berlin, das erste
Zeltlager am Mittag des Montags auf Befehl der Sicherheits-Behörden
geräumt werden, informierten die Aktivisten von aCAMPada Berlin. Damit
nicht genug, man habe den protestierenden Menschen auch verboten
Transparente aufzuhängen. Die Teilnehmer melden in ihrem Blog bei
http://acampadaberlin.blogspot.com cirka 50 empörte Menschen hätten
guten Mutes auf dem Alexanderplatz, kurz Alex genannt, trotz
Zelt-Verbot und “Schikanen” verbracht. Ein Teil des Camps stehe noch
und das Demokratie-Camp auf einem der meist besuchten Plätze in der
Bundeshauptstadt Berlin wachse zur Zeit noch.
Die Bürgerrechte- und Demokratie-Bewegung betrachtet sich als
“Graswurzelbewegung” informiert indymedia in einem Artikel. Die
Aktivisten wollen sich im Beispiel empören über so wörtlich ” ignorante
Berichterstattung der Medien über die sozialen Bewegungen in der ganzen
Welt”, den weiten Abbau des Sozialstaates, die Missachtung des Volkes
und der Volks-Entscheide in der Politik, die Verletzung der
menschlichen Würde durch Hartz 4 und der dahinter stehenden Bürokratie.
Zudem wolle man ein Zeichen setzen gegen die weiteren, geplanten
Einschränkungen bürgerlicher Freiheiten im Zuge der Terror-Bekämpfung,
den Ausbau des Überwachungsstaates und die Intransparenz politischer
Entscheidungs-Prozesse.
Prominente Unterstützung für die Demokratie- und Bürgerrechte-Bewegung
kommt vom deutschen Staatsoberhaupt Bundespräsident Dr. Christian Wulff
gar selbst, der in gewisser Weise auch als einer der Anstifter für ein
Engagment für Menschenrechte und Demokratie, betrachtet werden kann.
Noch vor zehn Tagen am 13. August 1961 ermutigte der deutsche
Bundespräsident Dr. Christian Wulff, aus Anlass des Gedenkens in Berlin
an die Todes-Opfer der Mauer zwischen Ost- und West-Deutschland und des
SED-Systems, die Menschen sich weltweit für Demokratie und
Menschenrechte zu engagieren. “Die Erinnerung an das Unrecht der Mauer
mahnt uns, diejenigen nicht allein zu lassen, die für Freiheit,
Demokratie und Bürgerrechte kämpfen. Und sie verlangt von uns, dafür zu
sorgen, dass sich Geschichte nicht wiederholt”, sagte das
Staatsoberhaupt bei der zentralen Gedenkveranstaltung in Berlin. Der
oberste Repräsentant und Staatsmann in Deutschland, Dr. Christian
Wulff, bekräftigte den Aufruf sich für Demokratie und Menschenrechte zu
engagieren mit den Worten: „Aber einmal mehr hat sich gezeigt: Am Ende
ist die Freiheit unbesiegbar. Keine Mauer widersteht dauerhaft dem
Willen zur Freiheit“. Die Menschen in Berlin und Deutschland haben den
Ruf für das Engagement und für Menschenrechte des Bundespräsidenten Dr.
Christian Wulff offenkundig gehört. Jetzt bleibt noch die Frage offen,
ob auch die Polizei und Sicherheits-Behörden die aktive Aufforderung
des Staatsoberhauptes zum friedlichen Engagement für Demokratie und
Menschenrechte wahrgenommen haben und wie die Behördern mit einem
Aufruf des Bundespräsidenten umgehen. Andreas Klamm – Sabaot
Weitere und ausführliche Informationen sind im Internet abrufbar:
1. Das Manifest und die offizielle Seite des aCAMPada Berlin
http://acampadaberlin.blogspot.com/p/unser-manifest_22.html
2. Der Twitteraccount des aCAMPada-Camps(im Prinzip auch der
Liveticker)
http://twitter.com/#!/search/realtime/%23acampadaberlin
Medien- und Presse-Kontakt für Fragen sind möglich bei:
1. Pressekontakt der “Empörten” auf dem Alexanderplatz: Tel. 0177-210
9809
2. Stephan Lindner, Attac-Koordinierungskreis, Tel. 0176 – 2434 2789
Videos über die Entstehung des Demokratie-Camps mit Zelten und
Info-Ständen auf dem Alexanderplatz in Berlin:
1. http://youtu.be/4jY8XG79lGk
2. http://vimeo.com/27959719
Quellen:
1. Attac, Netzwerk, Presse-Erklärung
http://www.attac.de/aktuell/presse/detailansicht/datum/2011/08/22/behoerden-duerfen-protestcamp-auf-alexanderplatz-nicht-behindern/?L=2&cHash=8fc14fe1ef17acadb4204adab99a07e0
2. Indymedia, http://de.indymedia.org/2011/08/314423.shtml
3. Bürgerrechte- und Demokratie-Bewegung, aCAMPada Berlin , http://acampadaberlin.blogspot.com
Publisher:
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